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Eine halbe Stunde und eine Minute mit Ulrich Tukur

Ulrich Tukur

Köln, Freitag 16.00 Uhr, Presse-Termin für einen Kunden.

Er könne “etwas verspätet”, direkt vom “Tatort” Set, vor Ort sein und wenig Zeit mitbringen.
Ich solle auf schlechte Lichtverhältnisse vorbereitet sein, hieß es ebenso. Ich kam eine Stunde früher an, um mir die Location anzuschauen und die Möglichkeiten der Benutzung meiner Blitzlampen zu testen. Ich machte einen Rundgang mit dem Kunden, schoss ein paar Fotos und als ich eigentlich die Blitzlampen holen wollte, bekammen wir die eilige Nachricht, Herr Tukur warte bereits unten. Eine halbe Stunde früher… . Deswegen mag ich meinen Job und deswegen mag ich auch Schauspieler. Es und sie bringen öfters etwas Überraschendes mit sich.
Wir fingen also an und alles lief – auch wenn nur mit einem Kamerablitz – glatt, entspannt und sehr angenehm. Der Kunde und Herr Tukur liessen sich viel Zeit für ein Gespräch und ich hatte viele gute Bilder. Am Ende, bevor der Gast ins Auto einstieg, habe ich ihn für einen Moment für mich gebeten. Ich könnte mir mehr Zeit und mehr Möglichkeiten – wenn es um die Hintergrund-Auswahl geht – wünschen aber mit Fotografie ist es häufig so. Man muss, aus dem, was man findet, in einer Minute etwas machen.

Ich – Shooting

piotr_portrait

Wenn ein Fotograf eigene Fotos braucht und was er dabei noch lernen kann.

Ich habe mich mit Evelyn – meiner langjährigen Visagistin, die auch gerne fotografiert – verabredet und bakamm ein volles Shooting-Programm.
Am Anfang: Make-Up.
Ich konnte hautnah erfahren, wie es sich anfühlt in die Hände einer Profi-Visagistin zu gelangen. Alles lief natürlich problemlos und sehr angenehm. Da ich mich aber nicht jeden Tag schminken lasse, war ich dabei doch etwas überrascht. Man muss es zulassen, dass jemand an dem eigenen Gesicht etwas macht, was man selbst nicht wirklich beurteilen und beeinflussen kann.
Danach: Fotografieren.
Wieder eine gute Erfahrung einmal auf der anderen Seite zu stehen.
Hier gibt es, ohne Frage, mehr Platz für Interaktion, man ist aber trotzem den Fotografen “ausgeliefert”. Er entscheidet, wann er abdrückt und was er gut findet. Keine komfortable Situation für die Person vor der Kamera. Ich sah deutlich, wie wichtig die Führung des Fotografen ist. Eine positive Stimmung, großes Lob oder ein kleiner Witz, aber auch Lächeln signalisieren, dass das “Model” es gut macht und es gibt ihm Mut.
Etwas selbstverständliches. Für mich aber war es erfrichend es selbst zu erleben und dabei festzustellen, dass man sehr aufmerksam und empfindsam auf den Fotografen reagiert. Wahrscheinlich aufmerksamer und empfindlicher als viele Fotografen glauben. Besonders dann, wenn keine Profis  vor der Kamera stehen – wie es z.B. bei verschiedenen Firmen oder Businessshootings der Fall ist. ( Klar, Profi-Models haben eine etwas andere Haut ).
Ich könnte jedem Fotografen empfehlen sich ab und zu fotografieren zu lassen.
Vielen Dank Evelyn für das Foto!