Ich – Shooting

piotr_portrait

Wenn ein Fotograf eigene Fotos braucht und was er dabei noch lernen kann.

Ich habe mich mit Evelyn – meiner langjährigen Visagistin, die auch gerne fotografiert – verabredet und bakamm ein volles Shooting-Programm.
Am Anfang: Make-Up.
Ich konnte hautnah erfahren, wie es sich anfühlt in die Hände einer Profi-Visagistin zu gelangen. Alles lief natürlich problemlos und sehr angenehm. Da ich mich aber nicht jeden Tag schminken lasse, war ich dabei doch etwas überrascht. Man muss es zulassen, dass jemand an dem eigenen Gesicht etwas macht, was man selbst nicht wirklich beurteilen und beeinflussen kann.
Danach: Fotografieren.
Wieder eine gute Erfahrung einmal auf der anderen Seite zu stehen.
Hier gibt es, ohne Frage, mehr Platz für Interaktion, man ist aber trotzem den Fotografen “ausgeliefert”. Er entscheidet, wann er abdrückt und was er gut findet. Keine komfortable Situation für die Person vor der Kamera. Ich sah deutlich, wie wichtig die Führung des Fotografen ist. Eine positive Stimmung, großes Lob oder ein kleiner Witz, aber auch Lächeln signalisieren, dass das “Model” es gut macht und es gibt ihm Mut.
Etwas selbstverständliches. Für mich aber war es erfrichend es selbst zu erleben und dabei festzustellen, dass man sehr aufmerksam und empfindsam auf den Fotografen reagiert. Wahrscheinlich aufmerksamer und empfindlicher als viele Fotografen glauben. Besonders dann, wenn keine Profis  vor der Kamera stehen – wie es z.B. bei verschiedenen Firmen oder Businessshootings der Fall ist. ( Klar, Profi-Models haben eine etwas andere Haut ).
Ich könnte jedem Fotografen empfehlen sich ab und zu fotografieren zu lassen.
Vielen Dank Evelyn für das Foto!

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