Eine Filmreise ins Harzgebirge

brocken

Ich möchte eigentlich nicht zu oft über meine eigenen Jobs schreiben, dieser Job war aber wirklich anders.
Ich sollte eine Reportage (nachts) von einem Film-Dreh machen. Hier einige meiner Erfahrungen und Tipps:

1. Nicht warten! Am Anfang wurde ich von einem Produktions-Mitarbeiter zu einem der Sets geschickt, wo angeblich einige wichtige und interessante Szenen zu drehen wären. Er sagte mir aber nicht (vielleicht wusste er das auch nicht genau), dass es deutlich später passieren sollte. Als ich also dort ankam, liefen dort eigentlich nur technische Vorbereitungen und nichts spannendes passierte, da das eigentliche Drehteam noch nicht anwesend war. So habe ich mich vor Langeweile auf den Rückweg gemacht und – siehe da! – unterwegs und durch Zufall das Drehteam gefunden und viele interessante Fotos machen können. Hätte ich mich nicht auf den Weg gemacht, hätte ich den eigentlichen Dreh-Ort nicht gefunden und viele wichtige Motive nicht erhalten.

2. Selbstbedienung! Man muss sich die Motive die man braucht selbst „nehmen“. Die Film-Crew ist normalerweise etwas in Eile und im Stress und hat andere Sachen zu tun als dem Fotografen zu helfen. Am besten also während der Proben oder den Pausen fotografieren. Während des Drehs ist generell das Fotografieren auch gut möglich, man muss aber sehr diskret und sehr still agieren. Wenn die Crew merkt, dass das gut klapp und der Fotograf nicht zu sehr stört, kommen alle damit schnell klar.

3. Geduld und Ausdauer mitbringen! Ein Filmtag oder eine Filmnacht dauert deutlich länger als ein normaler Arbeitstag. Man bekommt dafür relativ viel Zeit zum fotografieren, muss aber auch für lange Tage vorbereitet sein. Eine Mütze und eine dicke Jacke im Sommer sind nicht verkehrt.

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