Category Archives: Foto

Stehen und bleiben

am Main

Für mich kommt der Sommer immer etwas zu früh.
Ich habe das Foto vor ein paar Wochen geschossen. Ich könne, nach einem kleinen Job, am Main ein bischen verweilen. Die Stelle war gut und ich musste einfach bleiben und warten.
Es war lange Zeit zu viel los, irgendwann kamm er aber.
Jetzt ist es natürlich alles verwachsen.

Gruppenfoto optimal fotografieren

Gruppenfoto
Fotografieren von Gruppen gehört mit Sicherheit zu den schwierigsten Aufgaben eines guten Fotografen.
Man braucht eine starke Stimme um jeden Anzelnen vor der Kamera anzusprechen, wie er/sie zu posen hat. Man braucht eine noch stärkere Sitmme um die einige anzusprechen, die glauben man sei fertig und bereits weg wollen.
Man braucht eine schnelle Kammera um den entscheidenden Moment zu fangen, wo alle in die richtige Richtung kucken.
Mein Rat: Alle sollten Augen auf haben.
Noch ein Tipp: immer lächeln !

Oscar für “Ida”

Oscars

für den besten fremdschprachigen Film.

Erster Oscar für einen polnischen Film. Glückwunsch !!!

In meinem zweiten Post über “IDA” habe ich den Oscar gespürt. Ich dachte an den Kameraman Lukasz Zal, der auch nominiert am Ende gegen Emmanuel Lubezki und “Birdman” verlor.
Es macht aber nichts. Es ist für mich eine Frage der Zeit.
Besonders wenn man berücksichtigt, dass “Ida” eigentlich sein Kino-Debüt ist, dass ein anderer Film “Joanna” von Aneta Kopacz, der ebenso eine Oscar Nominierung – in der Kategorie Beste Kurz-Dokumentation – hatte, auch von Lukasz gefilmt würde.
Besonders wenn man berücksichtigt, dass Sven Nyquist – der legendäre Kameraman von Ingmar Bergman – der einzige Ausländischer Kameraman ist, der einen Oscar für die beste Kamera für einen Film erhielt, der nicht mit amerikanischer Filmindustrie irgenwie verbunden war.
Ich warte auf ein nächster Film von Lukasz.

PS. In Polen bleibt “Ida” umstritten.

Eine Filmreise ins Harzgebirge

brocken

Ich möchte eigentlich nicht zu oft über meine eigenen Jobs schreiben, dieser Job war aber wirklich anders.
Ich sollte eine Reportage (nachts) von einem Film-Dreh machen. Hier einige meiner Erfahrungen und Tipps:

1. Nicht warten! Am Anfang wurde ich von einem Produktions-Mitarbeiter zu einem der Sets geschickt, wo angeblich einige wichtige und interessante Szenen zu drehen wären. Er sagte mir aber nicht (vielleicht wusste er das auch nicht genau), dass es deutlich später passieren sollte. Als ich also dort ankam, liefen dort eigentlich nur technische Vorbereitungen und nichts spannendes passierte, da das eigentliche Drehteam noch nicht anwesend war. So habe ich mich vor Langeweile auf den Rückweg gemacht und – siehe da! – unterwegs und durch Zufall das Drehteam gefunden und viele interessante Fotos machen können. Hätte ich mich nicht auf den Weg gemacht, hätte ich den eigentlichen Dreh-Ort nicht gefunden und viele wichtige Motive nicht erhalten.

2. Selbstbedienung! Man muss sich die Motive die man braucht selbst „nehmen“. Die Film-Crew ist normalerweise etwas in Eile und im Stress und hat andere Sachen zu tun als dem Fotografen zu helfen. Am besten also während der Proben oder den Pausen fotografieren. Während des Drehs ist generell das Fotografieren auch gut möglich, man muss aber sehr diskret und sehr still agieren. Wenn die Crew merkt, dass das gut klapp und der Fotograf nicht zu sehr stört, kommen alle damit schnell klar.

3. Geduld und Ausdauer mitbringen! Ein Filmtag oder eine Filmnacht dauert deutlich länger als ein normaler Arbeitstag. Man bekommt dafür relativ viel Zeit zum fotografieren, muss aber auch für lange Tage vorbereitet sein. Eine Mütze und eine dicke Jacke im Sommer sind nicht verkehrt.

Wafer-Softbox

pat_blog

Die Softbox lag lange und fast vergessen in einer Studioecke. Mein Kollege hat sie einmal für seine Stils benutzt, für mich war es aber oft zu aufwendig, die Softbox aufzubauen und dann – Aufgrund der Größe – auch unpraktisch aufgebaut zu lagern.
Ich fotografiere am meisten on Location und habe mir schnellere Lösungen für ein Licht eingearbeitet. Einmal aber sollte ich Portraits im Studio fotografieren und die Box stand gerade fertig da. Ich wollte zwar auf meine übliche Lichtausrüstung zugreifen, habe mich aber spontan für die Softbox entschieden. Es war eine schöne Wiederentdeckung. Ich war wirklich begeistert, wie direkt und in welch guter Qualität das Licht war. Nicht zu weich und nicht zu hart. Genau richtig dafür, was ich vorhatte – es ging damals um Geschäftsportraits von zwei Herren, die zwar klassisch, aber doch modern sein sollten. Das Licht war unkompliziert und schön. Ich benutze die Bowens-Wafer-Softbox seitdem viel öfter – auch bei ganz anderen Bildern.

Sebs coolste Kerle

Sebs-Kerle

Seit einiger Zeit bin ich auch dabei. Zwei Trainings in der Woche und ein paar Mal im Monat ein Spiel. Was heißt: Sachen einpacken, Getränke holen, etwas kleines zum Essen nicht vergessen und losfahren. Dann am Wochenende mit anderen Eltern mitzittern, sich freuen oder die Jungs trosten müssen.

Früher was es anders. Fußball war nicht unbedingt mein Ding. Jetzt verstehe ich aber langsam, was es bedeutet, in der Fankurve zu stehen. Es mag wie ein billiger Werbeslogan klingen, aber ein Spiel verbindet. Wir Alle haben unterschiedliche Interessen, Meinungen, Berufe oder Herkunft, wir reagieren aber ziemlich ähnlich, wenn ein Tor fällt oder nicht fällt. Mit dem Anpfiff geht’s los. Auch für die Eltern, denn wir nehmen unsere Aufgabe ernst, also haben auch viel Spass mit dabei.

Das Foto ist ein kleines Dankeschön für Sebastian – unseren Trainer.

 

 

Eine halbe Stunde und eine Minute mit Ulrich Tukur

Ulrich Tukur

Köln, Freitag 16.00 Uhr, Presse-Termin für einen Kunden.

Er könne “etwas verspätet”, direkt vom “Tatort” Set, vor Ort sein und wenig Zeit mitbringen.
Ich solle auf schlechte Lichtverhältnisse vorbereitet sein, hieß es ebenso. Ich kam eine Stunde früher an, um mir die Location anzuschauen und die Möglichkeiten der Benutzung meiner Blitzlampen zu testen. Ich machte einen Rundgang mit dem Kunden, schoss ein paar Fotos und als ich eigentlich die Blitzlampen holen wollte, bekammen wir die eilige Nachricht, Herr Tukur warte bereits unten. Eine halbe Stunde früher… . Deswegen mag ich meinen Job und deswegen mag ich auch Schauspieler. Es und sie bringen öfters etwas Überraschendes mit sich.
Wir fingen also an und alles lief – auch wenn nur mit einem Kamerablitz – glatt, entspannt und sehr angenehm. Der Kunde und Herr Tukur liessen sich viel Zeit für ein Gespräch und ich hatte viele gute Bilder. Am Ende, bevor der Gast ins Auto einstieg, habe ich ihn für einen Moment für mich gebeten. Ich könnte mir mehr Zeit und mehr Möglichkeiten – wenn es um die Hintergrund-Auswahl geht – wünschen aber mit Fotografie ist es häufig so. Man muss, aus dem, was man findet, in einer Minute etwas machen.