Sebs coolste Kerle

Sebs-Kerle

Seit einiger Zeit bin ich auch dabei. Zwei Trainings in der Woche und ein paar Mal im Monat ein Spiel. Was heißt: Sachen einpacken, Getränke holen, etwas kleines zum Essen nicht vergessen und losfahren. Dann am Wochenende mit anderen Eltern mitzittern, sich freuen oder die Jungs trosten müssen.

Früher was es anders. Fußball war nicht unbedingt mein Ding. Jetzt verstehe ich aber langsam, was es bedeutet, in der Fankurve zu stehen. Es mag wie ein billiger Werbeslogan klingen, aber ein Spiel verbindet. Wir Alle haben unterschiedliche Interessen, Meinungen, Berufe oder Herkunft, wir reagieren aber ziemlich ähnlich, wenn ein Tor fällt oder nicht fällt. Mit dem Anpfiff geht’s los. Auch für die Eltern, denn wir nehmen unsere Aufgabe ernst, also haben auch viel Spass mit dabei.

Das Foto ist ein kleines Dankeschön für Sebastian – unseren Trainer.

 

 

Eine halbe Stunde und eine Minute mit Ulrich Tukur

Ulrich Tukur

Köln, Freitag 16.00 Uhr, Presse-Termin für einen Kunden.

Er könne “etwas verspätet”, direkt vom “Tatort” Set, vor Ort sein und wenig Zeit mitbringen.
Ich solle auf schlechte Lichtverhältnisse vorbereitet sein, hieß es ebenso. Ich kam eine Stunde früher an, um mir die Location anzuschauen und die Möglichkeiten der Benutzung meiner Blitzlampen zu testen. Ich machte einen Rundgang mit dem Kunden, schoss ein paar Fotos und als ich eigentlich die Blitzlampen holen wollte, bekammen wir die eilige Nachricht, Herr Tukur warte bereits unten. Eine halbe Stunde früher… . Deswegen mag ich meinen Job und deswegen mag ich auch Schauspieler. Es und sie bringen öfters etwas Überraschendes mit sich.
Wir fingen also an und alles lief – auch wenn nur mit einem Kamerablitz – glatt, entspannt und sehr angenehm. Der Kunde und Herr Tukur liessen sich viel Zeit für ein Gespräch und ich hatte viele gute Bilder. Am Ende, bevor der Gast ins Auto einstieg, habe ich ihn für einen Moment für mich gebeten. Ich könnte mir mehr Zeit und mehr Möglichkeiten – wenn es um die Hintergrund-Auswahl geht – wünschen aber mit Fotografie ist es häufig so. Man muss, aus dem, was man findet, in einer Minute etwas machen.

Ich – Shooting

piotr_portrait

Wenn ein Fotograf eigene Fotos braucht und was er dabei noch lernen kann.

Ich habe mich mit Evelyn – meiner langjährigen Visagistin, die auch gerne fotografiert – verabredet und bakamm ein volles Shooting-Programm.
Am Anfang: Make-Up.
Ich konnte hautnah erfahren, wie es sich anfühlt in die Hände einer Profi-Visagistin zu gelangen. Alles lief natürlich problemlos und sehr angenehm. Da ich mich aber nicht jeden Tag schminken lasse, war ich dabei doch etwas überrascht. Man muss es zulassen, dass jemand an dem eigenen Gesicht etwas macht, was man selbst nicht wirklich beurteilen und beeinflussen kann.
Danach: Fotografieren.
Wieder eine gute Erfahrung einmal auf der anderen Seite zu stehen.
Hier gibt es, ohne Frage, mehr Platz für Interaktion, man ist aber trotzem den Fotografen “ausgeliefert”. Er entscheidet, wann er abdrückt und was er gut findet. Keine komfortable Situation für die Person vor der Kamera. Ich sah deutlich, wie wichtig die Führung des Fotografen ist. Eine positive Stimmung, großes Lob oder ein kleiner Witz, aber auch Lächeln signalisieren, dass das “Model” es gut macht und es gibt ihm Mut.
Etwas selbstverständliches. Für mich aber war es erfrichend es selbst zu erleben und dabei festzustellen, dass man sehr aufmerksam und empfindsam auf den Fotografen reagiert. Wahrscheinlich aufmerksamer und empfindlicher als viele Fotografen glauben. Besonders dann, wenn keine Profis  vor der Kamera stehen – wie es z.B. bei verschiedenen Firmen oder Businessshootings der Fall ist. ( Klar, Profi-Models haben eine etwas andere Haut ).
Ich könnte jedem Fotografen empfehlen sich ab und zu fotografieren zu lassen.
Vielen Dank Evelyn für das Foto!

Camerimage 2013 – “Ida”

IDA

Vor gut einer Woche ging das 21. Camerimage-Filmfestival zu Ende.
Das Besondere an diesem Festival ist, dass es sich mit der Bildsprache des Films beschäftigt.    Es ist das größte und bekannteste Festival in diesem Bereich. ( So etwas wie die Oscars – hier heißt es “Goldene Frosch” – für die Kammeraarbeit).

In meinen Studienzeiten in Krakau und Lodz war das immer ein Genuss die Filme des Festivals zu sehen. Mit dem Umzug nach Deutschland habe ich jedoch das Festival und dessen Filme aus den Augen verloren. Camerimage ist in Deutschland nur für Insider bekannt und die Filme laufen, wenn überhaupt, dann “normal” durch Kinos.

Dieses Jahr war der Festival aber besonders. Mein Studienkollege – Lukasz Zal –  hat den Hauptpreis erhalten. Ich freue mich sehr, weil er wirklich ein toller Kameramann geworden ist.
Lukas hat Fotogrfie an der Filmhochschule in Lodz studiert, ging aber danach weiter in den Film. Ich erinnere mich an ein Gespräch, als er beraits Kamera studiert hat. Damals hat er gesagt, er fülle, er habe jezt den richtigen Platz und seine Berufung gefunden.
Eine Glückssituation für ihn aber auch für uns. Der Film Ida werde ich mir bestimmt anschauen. Sollte er auf deutch/in Deutschland zu sehen sein, sag ich Bescheid.

PS. Ich vermute, dass Lukasz in ein paar Jahren einen Oscar abräumt. Ich halte dafür die Daumen.

 

Novemberportrait

Herbstportrait

Ich mag das graue Licht in November. Es ist still und langsam. Schwer und skrupelos wie ein reifer Fluss. Es ändert sich regungslos und zieht dann überraschend ab. Es bleibt aber immer genug Zeit. November ist gut – auch zum Fotografieren.

Reisefotografie

Autobahnkirche-Siegerland

Reisefotografie mache ich nicht. Ich reise aber gerne. Das Wort “Reisen” klingt wahrscheinlich ewas übertrieben, weil ich hauptsächlich mit dem Auto auf den Autobahnen unterwegs bin. Mit dem Anhalten oder Abbiegen, wenn man etwas Interesanntes entdeckt, sieht es dann schlecht aus. Die üblichen Parkplätze oder Tankstellen sehen irgendwann fast gleich aus und wenn man dazu müde oder in Eile ist, kann man interessante Sachen übersehen. Gut, dass ich an diesem Tag auf dem Rückweg war und ein bischen verweilen konnte. Das war mein erster AutobahnKirchbesuch. Im Siegerland.

Ein Bild für den Anfang

Portrait eines Mädchens

Vor ein paar Wochen habe ich an einem Workshop mit einem den bekanntesten deutschen Portrait-Fotografen – Daniel Stier – teil genommen. Als Thema stand zwar Mode-Fotografie, dass dies aber locker verstanden wurde, konnte die Gruppe von ca. ein Dutzend Teilnehmern es  auch frei verstehen. Ich habe dabei u.a. dieses Bild genmacht. Es ist ein gutes Bild für meinen Anfang hier. Es könnte auch der Anfang von einer neuen Serie sein. Ich freue mich auf Beides.